Gemeindebüro

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Aussegnungsfeier

„Es hat so gut getan, unter Gottes Segen Abschied zu nehmen“ bedankt sich eine Frau, deren Ehemann im Krankenhaus verstorben ist.

Wir haben uns in einem kleinen Raum im Kellergeschoss versammelt. Auch die Kinder sind gekommen. Der Verstorbene liegt friedlich da, eine Rose zwischen den gefalteten Händen.

In die Stille hinein lese ich einen Liedvers und den Psalm 23. Ich lege dem Verstorbenen die Hand auf und spreche den Sterbesegen: „Es segne dich Gott, der Vater, der dich nach seinem Bild geschaffen hat. Es segne dich Gott, der Sohn, der dich durch sein Leiden und Sterben erlöst hat. Es segne dich Gott, der Heilige Geist, der dich zum ewigen Leben ruft und geheiligt hat.“  Nach einem Moment des Gedenkens beten wir gemeinsam das Vaterunser und bitten um den Segen für die, die trauern.

„Aussegnung“ heißt die kleine Feier, die wieder mehr und mehr gewünscht wird. Selbstverständlich kann dies auch zuhause geschehen, sowohl mit dem Sterbenden als auch mit dem Verstorbenen. „Ich habe mich so alleine gefühlt mit meinem verstorbenen Mann. Seit wir miteinander gebetet haben und Sie ihn gesegnet haben, ist es in mir ganz ruhig geworden.“ Die Frau, deren Angehörige sehr weit weg wohnen, hatte früh morgens bei mir angerufen, damit ich noch vor dem Bestatter zu ihr kommen konnte.

Was viele nicht wissen: Ein Verstorbener kann bis zu 36 Stunden in der Wohnung bleiben, in Ausnahmefällen sogar noch länger. So bleibt genügend Zeit, Angehörige zu benachrichtigen und den Abschied würdig zu gestalten.

Gerne begleiten Ihre Pfarrerin und Ihre  Pfarrer diesen Abschied und nehmen eine Aussegnung vor.
Wenn Pfarrerin oder Pfarrer gerade unterwegs sind, hinterlassen Sie bitte eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, Sie erhalten in der Regel nach kurzer Zeit einen Rückruf.   

- Ekkehard Leytz - 
in Gemeindebrief Dezember 2016/Januar 2017